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D·05 · Verbrauch und Energie

Wie lange dauert es, ein E-Auto zu Hause zu laden

Mit diesem Rechner kannst du die Ladezeit deines E-Autos berechnen: Er nimmt den nutzbaren Akku, die echte Ladeleistung (die kleinere von Wallbox und Bordlader) und die Ladeverluste und zeigt dir Ladezeit, kWh aus dem Netz und Kosten.

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Ladezeit E-Auto berechnen: Ladeverluste, Kosten und passende WallboxAKKU · 60 kWh NUTZBAR36 kWh0 %20 %40 %60 %80 %100 %VON 20 % BIS 80 %LADEZEIT JE LEISTUNG IM HANDEL2,3 kW18 h 12 min3,7 kW10 h 28 min4,6 kW8 h 25 min11 kW3 h 31 min22 kW3 h 31 minÜBER 11 kW LÄDT DAS AUTO NICHT SCHNELLER

Oben der Akku im Maßstab: grau die Ladung, die schon drin ist, gelb die, die du nachlädst, mit den kWh. Unten die Ladezeit mit jeder Steckdose und Wallbox im Handel, alle im selben Maßstab: gelb die gewählte Leistung, fett die passende Wallbox für dein Auto.

Einkaufsliste

Ladezeit3 h 31 min
SHOPNAUTALadezeit E-Auto berechnen: Ladeverluste, Kosten und passende Wallbox

Laden von 20 % bis 80 %: 36 kWh in 3 h 31 min mit 11 kW. Passende Wallbox für dein Auto: Wallbox 11 kW, dreiphasig 16 A

Einkaufsliste

  1. 1Wallbox 11 kW, dreiphasig 16 AAmazon ↗

Energie in den Akku, von 20 % bis 80 %36 kWh
Ladeleistung von Wallbox und Auto11 kW
Aus dem Netz, mit 7 % Ladeverlust38,7 kWh
Ladezeit3 h 31 min
Pro Jahr aus dem Netz, 12.000 km × 17 kWh/100 km2.194 kWh
Gib den Strompreis pro kWh ein, dann siehst du die Kosten

Nur eine Schätzung: Es gilt immer, was auf der Verpackung steht.

So berechnest du die Ladezeit

Die Ladezeit ist die Energie aus dem Netz geteilt durch die Leistung, mit der das Auto wirklich lädt. Der Rechner geht in vier Schritten vor:

  1. Energie in den Akku: nutzbare Kapazität × (Ziel-Ladestand - Start-Ladestand). Bei 60 kWh von 20 % bis 80 % sind das 36 kWh.
  2. Echte Ladeleistung: die kleinere von Steckdose oder Wallbox und dem Bordlader des Autos. Beim Laden mit Wechselstrom wandelt der Bordlader den Strom für den Akku um und begrenzt damit die Leistung.
  3. Energie aus dem Netz: Ein Teil geht in Kabel, Bordlader und Akku verloren. Der ADAC hat an fünf Autos 12,7 bis 24,2 % Verlust an der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW gemessen und 5,1 bis 7,0 % an der 11-kW-Wallbox. Der Rechner nimmt 14 % an der Steckdose und 7 % an der Wallbox; beides kannst du in den erweiterten Optionen ändern.
  4. Ladezeit: kWh aus dem Netz ÷ kW. Gibst du den Strompreis pro kWh ein, siehst du auch die Kosten der Ladung.

Für das Jahr nimmt der Rechner deine Kilometer und den Verbrauch vom Bordcomputer und rechnet dieselben Verluste dazu: Laut ADAC zeigt der Bordcomputer den Ladeverlust nicht an.

Beispiel: 60 kWh von 20 auf 80 % an der 11-kW-Wallbox

Mit diesen Werten öffnet sich der Rechner: nutzbarer Akku 60 kWh, Bordlader 11 kW, dreiphasige Wallbox mit 11 kW.

  • Energie in den Akku: 60 × 0,6 = 36 kWh
  • Ladeleistung: 11 kW (Wallbox und Auto gleich)
  • Aus dem Netz, mit 7 % Verlust: 36 ÷ 0,93 = 38,7 kWh
  • Ladezeit: 38,7 ÷ 11 = 3 h 31 min
  • Pro Jahr, 12.000 km mit 17 kWh/100 km: 2.040 kWh im Akku, 2.194 kWh aus dem Netz

Mit einem Beispielpreis von 0,30 pro kWh kostet die Ladung 11,61 und das Jahr 658,06. Rechne mit dem Preis aus deiner Stromrechnung.

Eine 22-kW-Wallbox bringt diesem Auto nichts: Der Bordlader bleibt bei 11 kW, die Ladezeit bei 3 h 31 min.

Ladezeit-Tabelle nach Akku und Ladeleistung

Von 20 % bis 80 %, Bordlader 11 kW, Verluste wie im Rechner (14 % an der Steckdose, 7 % an der Wallbox):

Nutzbarer Akku Steckdose 2,3 kW Wallbox 3,7 kW Wallbox 11 kW
40 kWh 12 h 8 min 6 h 58 min 2 h 21 min
60 kWh 18 h 12 min 10 h 28 min 3 h 31 min
77 kWh 23 h 21 min 13 h 26 min 4 h 31 min
100 kWh 30 h 20 min 17 h 26 min 5 h 52 min

Welche Wallbox du kaufen solltest

Wallboxen gibt es in wenigen Leistungsstufen, die Leistung ergibt sich aus Spannung × Strom:

  • 3,7 kW: einphasig, 230 V × 16 A
  • 4,6 kW: einphasig, 230 V × 20 A, mehr ist einphasig in Deutschland nicht erlaubt
  • 11 kW: dreiphasig, 3 × 230 V × 16 A
  • 22 kW: dreiphasig, 3 × 230 V × 32 A

Einphasig gibt es in Deutschland keine 7,4-kW-Wallbox: Nach der VDE-AR-N 4100 werden Geräte über 4,6 kVA dreiphasig angeschlossen, der Grenzwert gilt bei 20 A pro Außenleiter (FNN-Hinweis zur Symmetrie). Ein Auto mit einphasigem 7,4-kW-Bordlader lädt zu Hause deshalb mit höchstens 4,6 kW, an der dreiphasigen 11-kW-Wallbox mit 3,7 kW, denn es nutzt nur eine Phase mit 16 A. Bei 60 kWh von 20 auf 80 % sind das 8 h 25 min an einer einphasigen Wallbox mit 20 A und 10 h 33 min an der 11-kW-Wallbox.

Nimm die kleinste, die deinem Auto die höchste Ladeleistung gibt. Den Bordlader findest du im Datenblatt als maximale AC-Ladeleistung: mit 11 kW (dreiphasig) ist das die 11-kW-Wallbox. Eine stärkere Wallbox kostet mehr und lädt nicht schneller; der ADAC weist darauf hin, dass 11 oder 22 kW nur gehen, wenn Auto und Elektroinstallation dafür ausgelegt sind. Der Rechner sucht die passende Stufe aus und schreibt sie auf den Beleg.

Vor dem Kauf: Laut ADAC musst du jede private Wallbox vor der Installation beim Netzbetreiber anmelden. Bis 11 kW reicht die Anmeldung, über 11 kW braucht es eine Genehmigung des Netzbetreibers.

Häufige Fehler

  • Die stärkste Wallbox kaufen. Über der Leistung des Bordladers ändert sich die Ladezeit nicht: In der Zeichnung sind alle Balken ab dieser Leistung gleich lang.
  • Einphasiges Auto an der dreiphasigen Wallbox. Ein einphasiger Bordlader zieht Strom nur über eine Phase: An einer dreiphasigen Wallbox mit 16 A pro Phase lädt er mit 3,7 kW, nicht mit 11 kW.
  • Mit der Brutto-Kapazität rechnen. Es zählt die nutzbare Kapazität, die kleiner ist als die Brutto-Kapazität; sie steht im Datenblatt oder in der Bedienungsanleitung.
  • Die Ladeverluste vergessen. Auf der Stromrechnung stehen mehr kWh, als im Akku angekommen sind, und an der Haushaltssteckdose ist der Unterschied größer.
  • Bis 100 % mit gleichem Tempo rechnen. Die Ladeleistung ändert sich mit dem Ladestand und sinkt meist, wenn der Akku voll wird: Über 80 % plane etwas mehr Zeit ein.

Quellen

Zuletzt geprüft: 8. Oktober 2026 · Über uns